Soziale Angststörung

Du hast den Verdacht, unter einer sozialen Angststörung zu leiden? Oder willst Dich allgemein gründlicher über das Thema informieren? Was aber gibt es in diesem Zusammenhang alles zu wissen? Bei uns erfährst Du alles Wesentliche!

Was sind die typischen soziale Angststörung Symptome?

Bevor wir genauer darauf eingehen, woher die soziale Angststörung eigentlich kommen kann, wollen wir uns mit der genauen Definition und den Symptomen auseinandersetzen.

Laut ICD 10 ist die Soziale Angststörung folgendermaßen definiert:

„Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zu Vermeidung sozialer Situationen führt. Umfassendere soziale Phobien sind in der Regel mit niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Sie können sich in Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen äußern. Dabei meint die betreffende Person manchmal, dass eine dieser sekundären Manifestationen der Angst das primäre Problem darstellt. Die Symptome können sich bis zu Panikattacken steigern.“

Der Betroffene ist somit sehr stark auf die Außenwelt fixiert  – beziehungsweise auf die (vermeintliche) Wahrnehmung durch die Anderen. Er bezieht sein Selbstwertgefühl daraus, wie sehr ihn die anderen anerkennen – doch muss dies, wie bereits erwähnt, auch nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen.

Vielmehr ist häufig zu beobachten, dass der Betroffene sehr dünnhäutig auf Kritik jeder Art reagiert – auch, wenn diese eigentlich sachlicher Natur und gut gemeint war. Er fühlt sich sofort zurückgewiesen und reagiert verletzt, vielleicht auch aggressiv und mit zunehmendem Rückzug.

 

Bei bestimmten sozialen Veranstaltungen, bei der Zusammenkunft mit anderen Personen – sei es im beruflichen oder im privaten Rahmen – kann es zu im Vorfeld oder währenddessen zu Panikattacken kommen.

Folgende Symptome der sozialen Angststörung sind immer wieder zu beobachten:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Atemnot
  • Erstickungsgefühle
  • Kloß im Hals
  • Erröten
  • Stottern
  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Zittern
  • Frösteln
  • Magenverstimmungen
  • Kopfschmerzen
  • Enge in der Brust
  • vermehrter Harndrang
  • Verstopfung
  • Angst, sich vor Anderen zu blamieren
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren
  • Angst, es den Anderen nicht recht machen zu können

Was können die Soziale Angststörung Ursachen sein?

Es gibt verschiedene Ursachen, die letzten Endes zu einer Sozialen Angststörung führen können. Häufig kommen auch mehrere Faktoren mit zusammen, ergänzen sich.

Meist leidet der Betroffene unter einem geringen Selbstvertrauen, das Misstrauen gegenüber sich selbst, seiner Umgebung ist sehr stark ausgeprägt. Er glaubt, nichts wert zu sein, nichts vorzuweisen haben, nichts zu können – auch, wenn dies nachweislich nicht der Fall ist.

Vielmehr orientiert er sich nach außen, ist stets darum bemüht, die Anerkennung und Liebe der anderen zu erhalten. In vielen Fällen können diese jedoch nicht angenommen werden.

 

Vielleicht gab es auch unschöne Erinnerungen, Erfahrungen mit Zurückweisung von Anderen, damals wichtigen Bezugs- oder Autoritätspersonen. Dies verletzt tief, hinterlässt Wunden, die noch immer nicht verheilt sind – und sich nun in der Sozialen Angststörung mit äußern. Häufig fühlt sich der Betroffene den Anderen unterlegen, begegnet ihnen unterwürfig, ist bereit, alles zu tun, um es ihnen recht zu machen. Die eigenen Bedürfnisse werden hingegen verleugnet, nicht wahrgenommen geschweige den Anderen gegenüber eingefordert. Deren (vermeintliche) sowie die eigenen Erwartungen können nicht erfüllt werden.

All das verstärkt die Soziale Angststörung natürlich noch –  genauso wie der Umstand, dass man sich mehr und mehr von den Anderen zurückzieht.