Panikstörung Ursachen

Du fragst Dich, woher die Panikstörung eigentlich kommt? Was für Ursprünge sie hat? Und warum es sie überhaupt gibt? In dem folgenden Beitrag wollen wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen!

Warum gibt es Panikattacken?

Angst an sich ist eigentlich eine recht sinnvolle Reaktion – und eine, die mitunter lebensrettend sein kann! Denn dieses Gefühl warnt uns vor möglichen Gefahren, drängt uns besonders in gefährlichen Situationen zu mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Dies ist also recht gut – vorausgesetzt, die Angst verschwindet dann wieder.

Wird die Angst jedoch zum ständigen Begleiter, liegt eine Panikstörung vor, dann ist es zu viel des Guten. Wenn es immer wieder zu Panikattacken kommt, ist das dann ein klares Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt im Leben. Dass man den eigenen Bedürfnissen nicht wirklich und ungenügend gerecht wird.

Dieses Zeichen sollte man dann auch ernst nehmen. Hinzu kommt, dass man unter Strom steht, sehr gestresst ist, innerlich angespannt. Es fällt schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen – kein Wunder, wenn der gesamte Körper ständig in Alarmbereitschaft ist. Doch auch dies führt letzten Endes mit zur Entwicklung und zum Fortbestehen der Panikstörung.

Wodurch entstehen Panikattacken?

Doch was sind nun die genauen Gründe dafür, dass die Panikstörung überhaupt entstehen kann? Gründe und mögliche Ursachen gibt es viele und meistens kommen auch mehrere Faktoren zusammen. Und natürlich sollte man stets den einzelnen Fall betrachten, der seine ganz eigenen Umstände aufweist.

Doch lassen sich trotz dieser Unterschiede immer wieder einige Gemeinsamkeiten feststellen. So ist etwa das Selbstvertrauen, das Vertrauen in die Mitmenschen häufig sehr gering ausgeprägt. Viele glauben nicht wirklich an sich, sehen nicht, was sie können, was ihre speziellen Fähigkeiten und Stärken sind. Fühlen sich sogar anderen gegenüber unterlegen – auch wenn es dafür überhaupt keinen Grund gibt.

Auch einschneidende Erlebnisse können mit zum Entstehen einer Panikstörung beitragen. Was können solche Erlebnisse sein? Beispielsweise

  • eine Trennung
  • ein Verlust der Arbeitsstelle, die damit verbundene wirtschaftliche Unsicherheit
  • eine schwere Krankheit
  • der Tod einer vertrauten Person
  • ein Unfall
  • eine Missbrauchserfahrung

Nicht immer muss ein solches Ereignis unmittelbar vor der ersten Panikattacke passiert ein! Mitunter können auch Jahre vergehen, ehe die Panikstörung ausbricht. Doch bildet eine solche Erfahrung einen weiteren wichtigen Baustein in diesem Zusammenhang.

Das Gleiche gilt auch für einen eventuellen Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Betäubungsmitteln. Bestimmte Medikamente bzw. der übermäßige Konsum davon können ebenfalls mit zu einer Panikstörung beitragen. Umso wichtiger wäre es daher, in dieser Hinsicht aufzupassen!

 

Eine weitere Ursache, die immer wieder zu beobachten ist: ungelöste Konflikte. Dies kann sich auf den beruflichen Bereich erstrecken, etwa, wenn man sich gegenüber den Kollegen nicht zur Wehr setzen kann, wenn der Chef einen mehr oder weniger herumkommandiert. Doch auch im privaten Bereich können sich solche Unstimmigkeiten häufen: Man schluckt seinen Ärger herunter, fordert die eigenen Bedürfnisse nicht wirklich bei seinem Gegenüber ein. Für einen selbst ist dies jedoch alles andere als gut – und verstärkt nur das innere Empfinden, nicht wirklich stark zu sein, dem Anderen gegenüber nichts entgegensetzen zu können. Und das wiederum hält die Panikstörung leider auch weiterhin am Laufen…