Panikstörung mit Agoraphobie

Du willst wissen, was die Merkmale einer Panikstörung mit Agoraphobie genau sind? Wie ist eine solche Erkrankung genau definiert? Und wie lässt sie sich behandeln? In diesem Beitrag erfährst Du mehr dazu!

Was sind die Panikstörung mit Agoraphobie ICD Kriterien?

An dieser Stelle wollen wir uns einmal die genaue Definition der Panikstörung in Verbindung mit der Agoraphobie durchlesen:

„Agoraphobie mit Panikstörung: Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen Situationen meiden können.“

Im Klartext bedeutet dies: Der Betroffene hat starke Angst davor, bestimmte Plätze aufzusuchen, sich in bestimmte Situationen zu begeben. Dies können beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel sein, Orte, an welchen viele Menschen zusammenkommen wie etwa im Rahmen von Volksfesten, auf dem Markt oder auch bei sozialen Veranstaltungen.

Besonders in diesen Situationen kommt es häufig zu Panikattacken bei dem Betroffenen, die ca. eine halbe Stunde andauern können. Der Höhepunkt ist dabei nach ca. fünf Minuten erreicht, dauert weitere fünf bis zehn Minuten an.

Die Panikattacken werden von dem Betroffenen selbst als sehr belastend und unangenehm erlebt. Er steht wahre Todesängste aus, hat das Gefühl, die Kontrolle über sich zu verlieren, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein. Auch, wenn zu keinem Zeitpunkt eine gesundheitliche oder körperliche Gefahr für ihn besteht.

Doch tut er dennoch alles, um sich diese Situation nicht mehr aussetzen zu müssen. Fluchtartiges Verlassen des Platzes, Vermeiden der Situationen und der jeweiligen Orte sind hier ganz typische Verhaltensmerkmale in diesem Zusammenhang – in der Hoffnung, dass die Panikattacken auf diese Weise nicht mehr auftreten.
Dies ist jedoch leider nicht der Fall. Zugleich wird die sogenannte Angst vor der Angst, also die Angst vor der nächsten Panikattacke, immer größer – bis sie das Leben, den Alltag zunehmend beherrscht und beeinträchtigt. Im extremen Fall kann dies zu einem zunehmenden Rückzug von der gewohnten Umgebung führen, zu einer starken Isolierung und dem Verharren in den eigenen vier Wänden.

 

Was sind mögliche Panikstörung mit Agoraphobie Ursachen?

Zu beobachten ist häufig eine längere Stressperiode, Zeiten, die von einer starken inneren Anspannung geprägt sind. Dies kann mehrere Ursachen haben wie etwa eine Trennung, der Verlust der Arbeitsstelle (und die wirtschaftliche Unsicherheit, die damit häufig verbunden ist), ein Unfall oder eine schwere Krankheit – sei es von einem selbst oder die einer vertrauten Person. Auch der Tod einer wichtigen Bezugsperson kann ein Auslöser für eine Panikstörung sein, Gleiches gilt für eine Missbrauchserfahrung.

Nicht immer müssen diese Erfahrungen unmittelbar vorher passiert sein – mitunter können auch Jahre vergehen, bis die Panikstörung ausbricht. Ungelöste Konflikte, ein generelles Misstrauen sich selbst und anderen gegenüber sind weitere häufige Ursachen, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind. Und dies ist leider ein geeigneter Nährboden für die Panikstörung mit Agoraphobie..