Panikstörung ICD

Du willst die genaue Definition der Panikstörung laut ICD Kriterien? Wie wird diese aus deren Sicht beschrieben? Und was gibt es über die Panikstörung allgemein noch alles zu wissen? In unserem Beitrag erfährst Du mehr!

Was sind die Panikstörung ICD Kriterien?

Die ICD hat die Panikstörung folgendermaßen definiert:

„Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst]: Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.“

Es kommt also immer wieder zu Panikattacken, die häufig in bestimmten Situationen auftreten. Sie sind jedoch nicht zwangsläufig auf diese beschränkt, vielmehr breiten sie sich häufig auf immer mehr Orte und Situationen aus. Bis sie auch zu Hause oder nachts auftreten können.

Mitunter kann es in diesem Zusammenhang auch zu einer Agoraphobie kommen, leider eine sehr häufige Form in Verbindung mit der Panikstörung. In diesem Fall treten die Panikattacken dann gehäuft an öffentlichen Plätzen auf wie etwa im Kaufhaus, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf dem belebten Marktplatz.

Was sind mögliche Panikstörung Ursachen?

Woher aber kommt die Panikstörung eigentlich? werden wir immer wieder gefragt. Pauschal lässt sich dies nicht beantworten, denn wie so häufig kommen mehrere Faktoren zusammen, muss auch immer der Einzelfall betrachtet werden.

Bestimmte Gemeinsamkeiten lassen sich in einer Vielzahl der Fälle dennoch feststellen. So bildet häufig ein belastendes wie einschneidendes Erlebnis den Auslöser für den Ausbruch der Panikstörung. Dies kann unter anderem sein:

  • Trennung
  • Verlust des Jobs, die damit einhergehende wirtschaftliche Unsicherheit
  • Unfall
  • schwere Krankheit
  • Missbrauchserfahrung
  • Tod einer vertrauten Person

Ungelöste Konflikte mit den Kollegen, dem Chef oder im privaten Bereich führen häufig ebenfalls (mit) zu einer Panikstörung. Dem Betroffenen fällt es eher schwer, die Aussprache zu suchen, der Ärger wird im wahrsten Sinne des Wortes heruntergeschluckt. Die eigenen Bedürfnisse werden nicht in dem Maße wahrgenommen, wie es eigentlich notwendig wäre – geschweige denn sich selbst und anderen gegenüber eingefordert.

Dies geht oftmals mit einem Gefühl einer gewissen Unterlegenheit, einem Gefühl von Unsicherheit und Misstrauen einher. Das Selbstvertrauen ist nur schwach ausgeprägt, man ist sich seiner Stärken und Fähigkeiten kaum bewusst. Auch, wenn diese unbestreitbar vorhanden sind.

Auch der Missbrauch von Tabletten, Alkohol oder anderen Betäubungsmitteln wie Drogen kann mit zur Entstehung einer Panikstörung führen. Umso wichtiger ist es daher, auf einen begrenzten und bewussten Konsum zu achten.

Lange anhaltender Stress führt ebenfalls häufig mit zur Entwicklung der Panikstörung. Dies gilt übrigens auch für den Fall, dass ein positives Ereignis bevorsteht: die Geburt des Kindes, der Umzug in eine andere Stadt, der Antritt eines neuen Jobs. Doch sind diese neuen Lebensabschnitte meist mit so hohen Erwartungen an sich selbst verbunden, dass der innere Druck zu groß wird…