Panikattacken Therapie

Du leidest unter Panikattacken? Und willst diese endlich überwinden? Doch wie ist dies am besten möglich? Hier gibt es unseren Beitrag zum Thema Panikattacken Therapie!

Wie werden Panikattacken therapiert?

Den ersten, wichtigen Schritt hast Du schon mal getan: Du hast erkannt, dass Du unter Panikattacken leidest! Und Du bist bereit, etwas dagegen zu tun. Denn Leugnung und Vermeidung sind alles andere als geeignet, um die Panikattacken endlich hinter sich lassen zu können – im Gegenteil! Sie sind vielmehr ein geeigneter Nährboden dafür, um auch weiterhin die Angststörung aufrecht zu erhalten.

Zum Glück gibt es mittlerweile einige Angebote, um die Panikattacken mit fachlicher Hilfe überwinden zu können. Wir raten Dir trotzdem zu einem gründlichen medizinischen Check vorab, um so eventuelle organische Ursachen ausschließen zu können. Zudem kennt Dein Hausarzt vielleicht den ein oder anderen guten Therapeuten, an den Du Dich wenden kannst.

Generell gibt es zwei Formen der Panikattacken Therapie:

  • mit Medikamenten
  • über eine Psychotherapie

Wir raten Dir dazu, eine Behandlung mit Medikamenten (wie etwa Antidepressiva) nur vorübergehend durchzuführen, da ansonsten eine Gefahr von Abhängigkeit besteht. Zudem sollte sie auch nur begleitend unternommen werden, denn Medikamente können zwar die Symptome  bekämpfen, die Ursachen bleiben jedoch weiterhin unangetastet. Man geht also nicht an die Wurzel des Übels – und dies braucht es nun mal, um die Panikattacken wirklich hinter sich lassen zu können.

Was zeichnet eine gute Psychotherapie bei Angst und Panikattacken aus?

Besser ist da eine psychotherapeutische Behandlung. Diese kann zum einen verhaltenstherapeutischer Natur sein: Hier lernst Du Maßnahmen kennen, die für den Alltag auch später selbständig angewandt werden können. Ferner werden negative Denkmuster, etc. in positive umgewandelt. Es ist also ein etwas praktischerer Ansatz.

Des Weiteren gibt es die klassische Psychotherapie, bei welcher die Ursachen Deiner Angst genau erforscht werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten analysierst Du, wo die Ängste eigentlich herkommen – meist sind es unbewusste Konflikte, die die Panikattacken nähren. Auch traumatische Erlebnisse wie etwa Trennung, Todesfall, schwere Krankheiten oder der Verlust des Arbeitsplatzes können entscheidenden Einfluss auf die Entstehung der Panikattacke haben – um nur einige Beispiele zu nennen.

  • Bestimmte Charaktereigenschaften spielen ebenfalls häufig eine Rolle.
  • So etwa eine tiefe innere Unsicherheit und ein geringes Selbstwertgefühl.

Nicht selten hat man es niemals richtig gelernt, sich und seine Bedürfnisse richtig wahrzunehmen und auch anderen gegenüber einzufordern. Dies zu tun, lernt man nun im Zuge der Therapie.

 

 

Wie lange die Therapie letzten Endes dauert, kann man pauschal natürlich nicht sagen. Schließlich liegen die Umstände bei jedem ein wenig anders. Und der Weg der Heilung ist nun mal kein Prozess, der geradlinig verläuft, sondern der mitunter auch von Rückschlägen gekennzeichnet ist – leider. Dennoch können wir Dir nur raten, am Ball zu bleiben, weiter an Dich zu glauben und vorwärts zu gehen – es lohnt sich!

Und natürlich spielt es eine Rolle, wie schwer die Angstattacken sind beziehungsweise waren und wie lange sie schon vorhanden sind. Wie sehr sie das Leben und den Alltag beeinträchtigt haben. Ist dies in einem erheblichen Maße der Fall, kann auch ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik eine geeignete Maßnahme für die Panikattacken Therapie sein.

Was sind die wichtigsten Panikattacken Ursachen?

Generell gilt: Bei jedem liegen andere Umstände vor. Jeder hat seine ganz eigene Persönlichkeitsstruktur und auch das wirkt sich auf das Entstehen und die Entwicklung der Panikattacken aus. Sowie die Einbindung in das soziale Umfeld.

Pauschal lässt es sich daher nur schwer sagen, wie wahrscheinlich es ist, dass sich Panikattacken entwickeln können. Doch gibt es mehrere Gründe und Ursachen, die bei einem Großteil der Betroffenen zu beobachten sind.

Dies können zum Beispiel als traumatisch empfundene Erlebnisse sein. Dazu zählt beispielsweise der Tod eines nahe stehenden Menschen oder eine schwere Krankheit – sei es von einem selbst oder eines Vertrauten. Auch sexueller Missbrauch oder ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes mit der damit verbundenen Existenzangst und die Trennung nach einer langjährigen Beziehung können schließlich zu Panikattacken führen.

Zumal es auch stets die Angst ist, die in mehr oder weniger engem Zusammenhang mit eben diesen Ereignissen steht. Hat man seinen Job verloren, fürchtet man nicht selten, jetzt in finanzielle Nöte zu geraten. Nach einer Trennung meint man häufig, nie wieder so jemanden finden und lieben zu können, die Angst vor der Einsamkeit schlägt gnadenlos zu. Diese Liste ließe sich noch sehr lange fortsetzen…

Nicht selten ist es auch ein eigentlich freudiges Ereignis, das mit zur Entstehung von Panikattacken führt. Wie etwa, wenn ein Kind geboren wird oder man in eine neue Stadt zieht. Also im Begriff ist, etwas Neues anzufangen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

  • Damit verbunden sind stets gewisse Erwartungen.
  • Anforderungen, vor allem an sich selbst.
  • Der Wunsch, jetzt alles richtig zu machen.

Doch dieser Wunsch kann einen sehr unter Druck setzen. Und dies wiederum zieht eine große innere Anspannung nach sich, Stress setzt ein.

 

Doch eben diese innere Anspannung, dieser Stress begünstigt die Angst, die Panikattacken erst recht. Denn wer angespannt ist, wird automatisch ängstlicher. Umso wichtiger wäre es daher, sich im Alltag bewusst Momente der Ruhe zu gönnen, einen Gang runter zu schalten und dabei tief durchzuatmen. Um nur eine Strategie zu nennen.

Was sind weitere mögliche Ursachen für die Panikattacken? Im Allgemeinen ist zu beobachten, dass das Vertrauen zu sich selbst sowie zu der Umgebung nur mangelhaft oder kaum ausgeprägt ist. Eher herrscht ein tiefes Misstrauen vor, fast schon eine Erwartung, dass das Schlimmste eintreten könnte. Gepaart wird dies nicht selten mit einer tiefen Unsicherheit sich selbst gegenüber, dem Gefühl, nichts vorweisen zu können, nichts zuwege zu bringen. Wertlos zu sein. Auch dies steigert die Angst noch einmal erheblich!

Doch worauf lässt sich dies zurückführen? Nicht selten hat man in der Kindheit nur wenig Zuspruch von anderen, wichtigen Bezugspersonen erfahren – wie etwa den Eltern oder den Lehrern. Oder man wurde zu stark behütet, die Kontrolle war allgegenwärtig, alles wurde einem abgenommen. Auch dies führt nicht selten zu dem Gefühl, eigentlich nichts zu beherrschen! Und dies kann in Panikattacken münden.

 

Umso wichtiger ist es, der Sache auf den Grund zu gehen. Zu schauen, woher die Panikattacken bei einem selbst eigentlich kommen – und durch welche persönlichen Ängste sie bis heute genährt werden.