Panikattacken Schilddrüse

Panikattacken und Schilddrüse – hängt das irgendwie zusammen? Und wenn ja, wie? Wie ist es beispielsweise mit einer Unterfunktion der Schilddrüse – welche Auswirkungen hat dies auf den Hormonhaushalt? In unserem Beitrag erfährst Du mehr zum Thema Panikattacken Schilddrüse!

    1. Bei Panikattacken Schilddrüsenüberfunktion?

Die Schilddrüse ist ein Hormon, das häufig unterschätzt wird. Dabei übt es einen großen Einfluss auf den Hormonhaushalt aus! Und können die psychische Grundstimmung wie auch das Verhalten erheblich beeinflussen.

Störungen im Hormonhaushalt der Schilddrüse können daher zu erheblichen Wesensveränderungen führen. Hier einmal die Auswirkungen, die eine Überfunktion der Schilddrüse haben kann:

  • Unruhe, Rastlosigkeit

  • Übersprudeln vor Ideen

  • Reizbarkeit, Ungeduld

  • Schlaflosigkeit

  • Wutausbrüche bereits bei kleinsten Anlässen

  • emotionale Labilität

Personen, die eine Schilddrüsenüberfunktion aufweisen, wirken häufig sehr hektisch und nervös. Alles scheint ihnen zu langsam zu passieren – und dieses vermeintlich träge Tempo aller Anderen führt bei ihnen häufig zu Gereiztheit und Unbeherrschtheit.

Bei den Mitmenschen führt dieses Verhalten häufig zu Unverständnis. Sie ahnen nicht, dass dies organische Ursachen haben kann – und ziehen sich nicht selten zurück. Für den Betroffenen stellt dies jedoch eine Kränkung dar, welche das Verhalten nicht selten verstärkt.

Die Auswirkungen der Schilddrüsenüberfunktion ähneln einigen Symptomen, die bei einer Panikattacke auftreten können. Doch haben beide nichts direkt miteinander zu tun, begünstigen sich nicht gegenseitig. Werden die Störungen im Hormonhaushalt bei der Schilddrüsenüberfunktion erkannt, lassen sich die Begleiterscheinungen und Symptome in der Regel beheben – bei einer Panikattacke braucht es dafür schon mehr (etwa in Form einer Psychotherapie).

    1. Was ist mit der Schilddrüsenunterfunktion Wesensveränderung?

Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann folgende Auswirkungen zeigen:

  • Depressivität

  • Reizbarkeit, das Gefühl, dass alles zu viel wird

  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

  • Benommenheit

  • Schreckhaftigkeit, Nervosität

  • ausgeprägte Ängstlichkeit, Panikattacken

  • Schlafstörungen

Wird eine Unterfunktion der Schilddrüse erkannt, sind die Heilungschancen gut – und auch die Aussichten, dass die Begleiterscheinungen weniger werden bis ganz verschwinden. Doch besteht generell häufig ein Risiko, dass die Schilddrüsenerkrankung eben aufgrund der psychischen Auswirkungen als eine psychische Störung (fehl-)diagnostiziert wird.

 

Umso wichtiger ist daher, dass eine gründliche Untersuchung der Schilddrüse zu Beginn erfolgt. Auf diese Weise kann rasch geklärt werden, welche Ursachen der Wesensveränderung wirklich zugrunde liegen.

  • Liegt eine Schilddrüsenerkrankung vor, lassen sich die Symptome über eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen und Thyreostatika in der Regel komplett zurückbilden.

  • Psychotherapie, Psychopharmaka oder absolute Stressfreiheit hingegen zeigen in solch einem Fall weniger Wirkung.

Im Gegenteil: Bestimmte Psychopharmaka können den Schilddrüsenhormonstoffwechsel negativ beeinflussen und die Symptomatik der bereits bestehenden Erkrankung noch weiter verstärken.

  • Das gilt besonders für die trizyklischen Antidepressiva sowie für die antipsychotisch wirksamen Phenothiazine.

  • Denn diese greifen in die Schilddrüsenhormonbiosynthese ein.

  • Sie hemmen unter anderem die Aufnahme von Jodid.

  • Und dies kann die Auswirkungen und Symptome nur noch verschlimmern.

Umso wichtiger ist daher, wie gesagt, dass vorab eine gründliche medizinische Untersuchung stattfindet, bei der auch die Schilddrüse beleuchtet wird! Denn Erkrankungen an der Schilddrüse erfordern nun mal eine gänzlich andere Behandlung als Panikstörungen. Zwar können Panikattacken auch im Rahmen einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten, doch verschwinden diese nach entsprechender Behandlung in der Regel wieder.

Bespreche zudem gründlich mit Deinem Arzt, welche weiteren Maßnahmen in Deinem Fall ergriffen werden können und was für Dich das Beste ist!

Was sagt die Schilddrüse Depression Erfahrung?

Wir wollen Dich an dieser Stelle noch ein wenig genauer über die Schilddrüse an sich informieren. Sie befindet sich im Kehlkopf Bereich, an beiden Seiten sowie vor der Luftröhre. Sie besteht aus dem linken sowie dem rechten Seitenlappen, beide sind miteinander verbunden. Auch deshalb spricht man in der Regel von einem Organ, das die Form eines Schmetterlings aufweist.

Die Schilddrüse selbst ist zwar winzig und wiegt lediglich 20 g bis 30 g. Und doch ist sie lebenswichtig und übt einen sehr großen Einfluss auf unseren Organismus und somit unser Wohlbefinden aus…

  • Doch werden Erkrankungen an der Schilddrüse leider häufig unterschätzt.
  • Mit negativen folgen für den Stoffwechsel, für den Organismus gesamt.

Denn die Schilddrüse beziehungsweise deren Hormone sind für die Geschwindigkeit der Funktionen, für deren Ablauf mit verantwortlich. Wenn jedoch eine Fehlfunktion vorliegt, dann hat dies direkte Auswirkungen auf Sexualfunktionen, Wärmehaushalt, Gewicht und die Vitalität im Allgemeinen.

Und die Hormone besitzen Eigenschaften, die die Grundstimmung der Psyche verändern können – sogar bis hin zur Wesensveränderung. Auch dies ein Grund dafür, warum eine Fehlfunktion der Schilddrüse häufig eine Depression bewirken kann.

 

Umso wichtiger ist daher, dass Du eine gründliche medizinische Analyse vornehmen lässt! Denn die Schilddrüse Depression Erfahrung zeigt leider immer wieder, dass zunächst einmal von einer psychischen Ursache ausgegangen und eine klassische Therapie verordnet wird. Dies würde in diesem Fall jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führen. Natürlich schadet es nicht, eine Psychotherapie zu unternehmen – im Gegenteil. Doch hat es hier nun mal nicht den ersehnten Effekt, die wahre Ursache wird nicht aufgedeckt.

 

Vielmehr liegt diese in einer Unterfunktion der Schilddrüse. Was genau bedeutet dies? Es herrscht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen im Körper, klassische Symptome sind, wie bereits oben angesprochen, Desinteresse, Konzentrationsmangel, Müdigkeit und eben Depression.

Der Stoffwechsel ist deutlich langsamer. Der Grund ist häufig in einer chronischen Entzündung zu suchen. Eine besondere Form in diesem Zusammenhang ist die Hashimoto Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung.

  • Auch um dies ausschließen zu können, sollte eine gründliche Untersuchung erfolgen.
  • Mittlerweile gibt es viele Internisten und / oder Hausärzte, die sich mit diesem Thema auskennen oder sich darauf spezialisiert haben.
  • Auch Schilddrüsenambulanzen und Schwerpunktpraxen haben sich auf diese Behandlung spezialisiert.

Doch wie lässt sich nun eine solche Fehlfunktion erkennen? Einen ersten Hinweis darauf geben die Blutwerte. Bei einer Unterfunktion ist das regulierende Hormon, das THS, erhöht, die Werte der anderen wichtigen Hormone T3 sowie T4 hingegen liegen deutlich niedriger. Weitere typische Begleiterscheinungen in diesem Zusammenhang sind übrigens erhöhte Cholesterin- und Fettwerte.

Und was lässt sich nun gegen eine Unterfunktion und somit gegen eine Schilddrüse Depression tun? Eine weit verbreitete Methode, die in der Regel eine gute Wirkung zeit, ist das Einnehmen von bestimmten Schilddrüsenhormonen. Mit deren Hilfe können der Stoffwechsel sowie all jene Vorgänge, welche von diesen Hormonen abhängen, wieder erfolgreich aktiviert werden.

Je früher dies erkannt wird, umso eine größere Erleichterung stellt es natürlich für den Betroffenen dar! Scheue Dich daher bitte nicht, in Erfahrung zu bringen, woher Deine Depression beziehungsweise Deine depressiven Verstimmungen kommen. Allein dies schon zu wissen, kann eine erhebliche Beruhigung für einen selbst darstellen…