Panikattacken Herzinfarkt

Panikattacken oder Herzinfarkt – Du weißt einfach nicht, was in deinem Fall zutrifft? Wie sich beide Erkrankungen voneinander unterscheiden? Und wie solltest Du in beiden Fällen handeln? Alle wichtigen Antworten zum Thema Panikattacken Herzinfarkt gibt es in dem folgenden Beitrag!

    1. Panikattacke wie Herzinfarkt?

Oder anders gefragt: Worin besteht eigentlich der Unterschied? Dieser ist mitunter gar nicht so leicht feststellbar! Denn die körperlichen Symptome ähneln sich mitunter sehr.

Fangen wir mal mit den typischen Herzinfarkt Symptomen an:

  • Häufig tritt ein starker Schmerz in der Brust auf, der meist mindestens 20 min lang anhält.

  • Dazu tritt noch ein starkes Gefühl von Enge auf, ebenfalls im Brustbereich.

  • Sowie stechende und reißende Schmerzen, welche Rücken, Arme, Schultern, Hals und den oberen Bauch betreffen können.

  • Auch Übelkeit und Atemnot sowie Schweißausbrüche sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit.

Und was sind die typischen Symptome bei einer Panikattacke? Vor allem jene:

  • Atemnot

  • Erstickungsgefühl

  • Schweißausbrüche

  • Zittern, Frösteln

  • Kribbeln in Fingern oder an anderen Körperstellen

  • Gefühle von Taubheit

  • Schmerzen in der Brust

  • Magen- oder Bauchschmerzen

  • Übelkeit

  • Verstopfung

  • Angst, den Verstand zu verlieren, ohnmächtig zu werden

  • Angst, zu sterben

  • Angst, sich vor anderen zu blamieren

  • Gefühl, dass alles sehr weit weg passiert

  • Gefühl, dass alles jemand anderem geschieht

Der Hauptunterschied zum Herzinfarkt ist jener: Die körperlichen Symptome der Panikattacke haben seelische Ursachen. Es liegt also KEINE organische Ursache vor – im Gegensatz zum Herzinfarkt.

    1. Herzinfarkt durch Panikattacke?

Auch wenn die körperlichen Symptome bei der Panikattacke noch so bedrohlich erscheinen: Sie stellen keine Gefahr für dich und deine Gesundheit dar! Und daher kann eine Panikattacke auch nicht zum Herzinfarkt führen. Auch, wenn dies auf dem Höhepunkt der Attacke fast unvorstellbar erscheint.

Doch ist die Panikattacke Symptomatik wie bereits erwähnt, nicht gefährlich für dich. Dies musst Du dir immer wieder vorsagen – bis diese Gewissheit auch wirklich angekommen und verinnerlicht ist.

  • Trotzdem solltest Du, um sicher zu sein, einen gründlichen medizinischen Check durchführen lassen.

  • Auf diese Weise kannst Du beruhigt sein, dass es sich nicht um einen drohenden Herzinfarkt handelt.

Bestätigt sich jedoch der Verdacht auf einen Herzinfarkt, solltest Du umgehend einen Spezialisten aufsuchen. Bei der Behandlung von Panikattacken wiederum kann eine Therapie sehr sinnvoll sein.

 

Wichtig ist es dann, sich der Angst zu stellen, diese nicht länger zu verleugnen. Sondern sich mit ihr bewusst auseinanderzusetzen, auch wenn dies mitunter sehr schwer ist und ein Prozess ist, der so einiges von einem abverlangt. Doch nur so wirst Du wirklich gesund werden und sorgenfrei und unbeschwert leben können!

Gib daher bitte nicht auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Und behalte immer im Hinterkopf, dass es die Angst vor der nächsten Attacke, die sogenannte Angst vor der Angst ist, die den Panikattacken den Weg ebnet. Die dafür sorgt, dass die Angstanfälle erst so richtig bedrohlich erscheinen. Strategien wie Flucht und Vermeidung wären daher nun genau die falschen Maßnahmen – denn sie lassen die Angst erst so richtig groß werden. Umso wichtiger ist es daher, die Angst nicht länger zu leugnen, sondern ihr die Stirn zu bieten! Denn Du tust es für Dich – das darfst Du niemals vergessen…

Was sind die Panikattacken Symptome nachts?

Häufig kommt es auch zu nächtlichen Panikattacken. Diese fühlen sich umso bedrohlicher an, da alles um einen herum im tiefsten Schlaf versunken ist. Man hat das Gefühl, ganz allein auf der Welt zu sein – und das ist alles andere als eine schöne Empfindung.

Umso ausgelieferter fühlt man sich nun in der Nacht. Man ist ganz allein mit seiner Angst, und die Gefahr ist groß, dass diese sich noch mehr hoch schaukelt.

  • Auch deshalb wirken die Panikattacken in der Nacht so bedrohlich.
  • Hinzu kommt, dass die Gefühle und Gedanken in der Dunkelheit umso „schwerer“ wiegen.

Will heißen, dass man mitten in der Nacht generell mehr Ängste hat, die man nun ausstehen muss. Man macht sich mehr Sorgen, mehr Befürchtungen. Und so manches Problem erscheint nun unüberwindbar groß.

 

Dabei sind die Symptome eigentlich die gleichen. Auch hier kann es zu Frösteln oder Zittern, zu Schweißausbrüchen und Atemnot kommen. Zu Schmerzen im Kopf oder in der Brust. Zu Kribbeln in den Fingern oder Gefühlen von Taubheit.

Noch dazu die Ängste: zu sterben, einen Herzinfarkt zu erleiden, die Angst, dass gleich etwas noch Schlimmeres geschehen wird.

Doch während man am Tage wenigstens die Option hätte, zum Telefonhörer zu greifen oder das Haus zu verlassen, um frische Luft zu schnappen, ist dies in der Nacht deutlich schwieriger. Die Hemmschwelle, jetzt, mitten in der Nacht, jemanden aus dem Schlaf zu wecken, ist vorhanden – und das ist ja auch sehr nachvollziehbar. Was also tun?

 

Wichtig ist, möglichst entspannt zu Bett zu gehen. Denn häufig trägt man die Probleme und Konflikte, die während des Alltags, des Tags aufgetreten sind, in den Schlaf mit hinein. Diese wandern schon vorher ab ins Unterbewusstsein – und wecken einen mit der Panikattacken dann auf. Bahnen sich so ihren Weg an die Oberfläche, ohne dass man sie gleich erkennt.

Vielen hilft es daher, vor dem ins Bett gehen noch einmal alles gründlich durch zu denken. Fast noch besser ist es, alles aufzuschreiben, was einen den Tag über so beschäftigt hat. So kommt vieles hoch, was man vielleicht schon verdrängt hat.

Auch eine beruhigende Tasse Tee oder eine heiße Milch mit Honig hilft sehr, den Körper und Geist zu entspannen. Das Gleiche gilt für eine schöne Lektüre, einen ruhigen und entspannten Film. Schöne Musik. Auch eine behagliche Umgebung rund um das Bett kann wahre Wunder wirken! Wie etwa eine Duftlampe, ruhige Farben, ein Strauß Blumen, den man beim Einschlafen als letztes sieht. es sind die vermeintlich kleinen Dinge, die mit den Unterschied machen!

Entspannungsübungen können in dieser Hinsicht ebenfalls wahre Wunder wirken. So etwa Yoga, Meditation oder Autogenes Training. Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen hilft ebenfalls dabei, den Stress des Alltags wieder hinter sich zu lassen und ruhig ins Reich der Träume hinüber zu gleiten.

Oder Du nimmst ein schönes heißes Bad oder eine heiße Dusche. Erlaubt ist alles, was Dir gut tut – bitte aber kein Alkohol und keine Drogen! Denn diese könnten die Panikattacken nur noch verschlimmern… Und Dich gar nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.