Panikattacken bekämpfen

Du suchst nach dem besten Weg, um Panikattacken bekämpfen zu können? Welche Methoden und Maßnahmen helfen wirklich? Worauf kommt es dabei noch an? Hier bekommst Du Antworten!

    1. Wie Panikattacken bekämpfen?

Immer wieder diese Angst, die plötzlich kommt, einen unerwartet erwischt. Wie aus dem Nichts heraus ist sie da – und bringt dich an den Rand der Verzweiflung. Du fühlst dich ihr gegenüber wehrlos, völlig ausgeliefert. Und die Angst gewinnt so immer mehr Macht über dich…

Was aber kannst Du tun, um dieser so belastenden Situation endlich entkommen zu können? Welche Maßnahmen helfen wirklich?

  • Tatsächlich gibt es so einiges, was Du gegen die Angst und damit die Panikattacken tun kannst!

  • Denn Du bist in jedem Fall stark genug, diesen Gefühlen zu begegnen.

  • Und sie auszuhalten.

Das ist etwas, was Du niemals vergessen darfst. Auch, wenn es in manchen Momenten, wenn die Angst so stark ist, völlig unglaubwürdig erscheint. Und doch ist es wahr!

Stelle dich deiner Angst. Verleugne sie nicht länger, fliehe nicht mehr vor ihr – Du hast schließlich gesehen, wohin dich dieses Verhalten gebracht hat! Denn eines ist sicher: Durch Flucht und Vermeidung wird die Panikattacke, wird die Angst davor umso stärker.

Natürlich bedeutet das nicht, dass Du den ganzen (Angst-)Berg auf einmal erklimmen musst. Schließlich stürmt man ja als Bergsteiger auch nicht gleich den Mount Everest hinauf! Sondern tastet sich allmählich, Schritt für Schritt an die Sache heran.

    1. Wie kann ich Panikattacken bekämpfen?

Doch was bedeutet das für dich konkret? Zunächst einmal geht es darum, den Ursachen und Auslösern auf die Spur zu kommen. Häufig stecken nämlich unbewusste Konflikte dahinter, traumatische Erfahrungen und Erlebnisse, die nicht selten Jahre zurückliegen. Doch die immer noch eine gewisse Macht ausüben und sich jetzt über die Panikattacken ihren Weg an die Oberfläche bahnen.

  • Diese aufzuspüren ist ein ganz wichtiger Schritt für die Heilung.

  • Und ein Prozess, der einiges von einem selbst abverlangt.

Daher musst Du da auch nicht alleine durch! Im Gegenteil, manchmal kann es sogar besser sein, sich professionelle Hilfe in Form einer Therapie zu holen. Zumal Du dabei wirklich alle Hintergründe beleuchten kannst und gemeinsam mit dem Therapeuten in die Analyse einsteigst.

 

Und dann kommt es natürlich darauf an, welcher Art deine Panikattacken sind. Beschränken sie sich auf bestimmte Situationen? Treten sie beispielsweise vor allem an belebten Plätzen oder beim Autofahren auf? Oder ist die Angst allgemeiner Natur?

Liegt eine spezifische Phobie vor (wie in den ersten beiden Beispielen) ist eine Verhaltenstherapie in Verbindung mit einer gezielten Konfrontation die richtige Entscheidung. Setze Dir hierbei kleine Ziele wie etwa, diese Woche am Mittwoch um 11 Uhr mit der Straßenbahn zu fahren oder zum Einkaufen zu gehen. Wichtig: Setze dies möglichst spezifisch und konkret fest! Und dann stelle dich der Herausforderung – gerne auch mit jemandem an deiner Seite. Und Du wirst sehen, wie die Angst zunehmend kleiner – und Du stärker wirst.

Bei einer generalisierten Angststörung ist eine Therapie in jedem Fall sinnvoll – neben der Verhaltenstherapie häufig auch eine Psychoanalyse. Besonders dann, wenn die Angst bereits sehr stark ausgeprägt ist und den Alltag dominiert. Doch kannst Du es auf jeden Fall schaffen, die Panikattacken erfolgreich zu bekämpfen!

Panikattacken Medikamente – sinnvoll oder nicht?

Immer wieder erreicht uns die Frage: „Medikamente bei Panikattacken – ja oder nein?“ Pauschal können wir das natürlich nicht beurteilen, schließlich kommt es auch hier auf die jeweiligen Umstände drauf an. Und manch einer lehnt Psychopharmaka eher ab, während der andere dem Gedanken gegenüber durchaus aufgeschlossen ist.

Auf jeden Fall sollten Medikamente nur unterstützend und begleitend eingenommen werden – im Zusammenspiel mit einer Psychotherapie. Warum das so ist? Weil die Medikamente nur die Symptome bekämpfen können. Die Wurzeln dieser Störung, also die Ursachen, würden bei einer rein medikamentösen Behandlung daher auch weiterhin bestehen bleiben. Und das kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein…

In besonders schweren Fällen ist es mittlerweile jedoch sinnvoll, Medikamente zu verschreiben. Dies ist in Kliniken häufig der Fall. Doch sollte die Einnahme in jedem Fall nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen! Schließlich gilt es, sich gründlich über das jeweilige Präparat zu informieren. Auch im Hinblick auf die möglichen Nebenwirkungen.

Und wenn zeitgleich noch andere Medikamente eingenommen werden. Hier können sich sonst gefährliche und unangenehme Begleiterscheinungen ergeben, was die Behandlung unnötig erschwert. Sei daher unbedingt offen Deinem Arzt gegenüber und nimm Dir ausreichend Zeit, Dich über das vorgeschlagene Präparat zu informieren!

 

Doch welche Medikamente kommen nun bei Panikattacken überhaupt infrage? In der Regel werden zum einen Antidepressiva sowie Anxiolytika vorgeschlagen beziehungsweise verschrieben. Bei diesen Mitteln besteht keine Gefahr von Abhängigkeit, auch die Erfolge sind alles in allem recht gut.

Doch wirken sie nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen der Einnahme. Vorher muss mit verschiedenen Nebenwirkungen gerechnet werden, welche die körperlichen Symptome bei einer Panikattacke unter Umständen noch verschlimmern können! Dies solltest Du unbedingt vorab beachten und mit bedenken.

 

Oft schlägt der Arzt daher ein Benzodiazepin vor. Dieses wirkt sofort, ist aber auch sehr stark. Es sollte daher nur in sehr schweren Fällen zur Anwendung kommen. Denn wer ein solches Präparat längerfristig einnimmt, der muss damit rechnen, dass sich die Gefahr, abhängig zu werden, erhöht. Und es können Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur erfolgen! Von einer langfristigen Einnahme der Benzodiazepine ist daher dringend abzuraten.

 

Mitunter werden auch pflanzliche Mittel gegen Panikattacken empfohlen, also homöopathische Maßnahmen vorgeschlagen. Diese sind natürlich sehr viel sanfter, können aber ebenfalls die Angstzustände lindern. Wichtig ist auch hier, sich vorab mit einem Heilpraktiker oÄ zusammen zu setzen und diesen eingehend zu dem jeweiligen Mittel zu befragen.

 

Doch wie gesagt: Bitte siehe die Medikamente als Ergänzung zu einer klassischen Therapie! Denn nur wenn Du Dich auch mit den spezifischen Ursachen für Deine Angst auseinandersetzt, wirst Du die Panikattacken letzten Endes in den Griff bekommen können. Nur so wirst Du schließlich ein Leben frei von Angst und Befürchtungen leben können. Ein Leben ohne die gefürchteten Angstanfälle, ein Leben in Freiheit.

Dies ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geschehen wird. Wichtig ist jedoch, den ersten Schritt zu gehen – und den Weg kontinuierlich weiter zu gehen! Du tust es für Dich selbst – das musst Du Dir immer in Erinnerung rufen!