Panikattacken behandeln

Du willst wissen, wie man Panikattacken behandeln kann? Wie sieht eine erfolgreiche Therapie aus? Und was gibt es für Selbsthilfemaßnahmen? In unserem Beitrag erfährst Du mehr zum Thema Panikattacken Behandlung!

Kann man Panikattacken heilen?

Ja! Auch, wenn es einige Zeit dauern mag und kein Prozess ist, der absolut geradlinig verläuft. Doch setze Dich bitte nicht unter Druck, die Panikattacken möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Schließlich hatten sie alle Zeit der Welt, sich entwickeln zu können. Und daher werden sie auch nicht von heute auf morgen verschwinden…

Doch nur Mut. Denn mittlerweile gibt es sehr gute und vielfältige Behandlungsmethoden, so dass sich die Panikattacken auch in schweren Fällen überwinden lassen. In der Regel wird hierfür eine kognitive Verhaltenstherapie angewendet, unter Umständen gemeinsam mit Medikamenten. Auch die Psychodoynamische Psychotherapie führt häufig zum Erfolg.

Schauen wir uns nun die einzelnen Methoden genauer an:

  • kognitive Verhaltenstherapie: Hier wird der Patient mit den typischen Merkmalen vertraut gemacht – allein diese Aufklärung und das Wissen, woran man eigentlich leidet, hilft sehr viel weiter. Danach wird absichtlich eine Angstattacke hervorgerufen – etwa, indem schnell und hastig geatmet oder Schwindel erzeugt wird. Durch diese absichtliche Herbeiführung hat der Betroffene nun die Kontrolle darüber, wann die Angstattacke einsetzt – und erfährt, dass die körperlichen Symptome durch die innere Anspannung und die Atmung ausgelöst werden. Darüber hinaus geht es darum, sich seinen Ängsten zu stellen, immer und immer wieder. So nehmen diese ab. Zugleich wird der Patient auf weitere mögliche Panikattacken vorbereitet, so dass er im Ernstfall genau weiß, wie er reagieren muss.
  • psychodynamische Psychotherapie: Hier werden die Konflikte, die hinter den Panikattacken stehen, genauestens erforscht. Häufig handelt es sich dabei um unterdrückte Gefühle und/ oder traumatische Erlebnisse. Zugleich geht es darum, das Selbstwertgefühl sowie das -vertrauen zu stärken und sich nicht mehr als ohnmächtig und hilflos wahrzunehmen.
  • Medikamente: Als begleitende und zeitweilige (!) Maßnahme können auch Medikamente eingesetzt werden. Dies aber immer nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter Beachtung der möglichen Risiken und Nebenwirkungen! In dieser Hinsicht haben sich vor allem Antidepressiva wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) bewährt. Benzodiazepine werden ebenfalls mitunter verschrieben, allerdings weisen diese ein hohes Suchtpotenzial auf.

Wie kann eine Heilung von Panikattacken noch aussehen?

Das Wesentliche ist, sich der Angst zu stellen. Sich mit ihr zu konfrontieren und nicht mehr zu leugnen oder sie zu vermeiden. Denn dies verstärkt die Angst nur noch!

Doch was kannst Du selbst tun, um die Panikattacken zu überwinden? Hier einige Tipps:

 

  • Steuern der Gedanken: Meist sind es negative Denkmuster, die die Angst nur noch verstärken. Versuche, einen mentalen Stopp einzulegen und die Sätze in positive Botschaften umzuwandeln.
  • Atemübungen: Wer tief und bewusst ein- und ausatmet, wird automatisch ruhiger. Auch Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga oder Meditation sowie Progressive Muskelentspannung sind in diesem Zusammenhang empfehlenswert.
  • Stressmanagement: Wer unter dauernder innerlicher Anspannung steht, der erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass es bald wieder zu einer Panikattacke kommt. Versuche daher, Dir im Alltag immer wieder bewusste Ruhepausen zu schaffen und zu gönnen. Auch ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung sowie reichlich Bewegung tragen dazu mit bei.