Panikattacken Anzeichen

Du willst wissen, was die wichtigsten Panikattacken Anzeichen sind? Woran Du erkennen kannst, dass es sich um einen erneuten Anfall handelt? Was sind die typischen Symptome? In dem folgenden Artikel gehen wir diesen Fragen nach!

Wie äußern sich Panikattacken?

Eine Panikattacke tritt immer aus heiterem Himmel auf, unvermutet und plötzlich. Genau dies macht sie so unberechenbar – und auch so gefürchtet. Schließlich ist man eigentlich an keinem Ort der Welt vor ihr sicher: Sie kann zu Hause zuschlagen, im Kino, beim Einkaufen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies zu wissen, ist natürlich sehr belastend…

Doch was sind eigentlich die typischen Panikattacken Anzeichen?

Wer unter einer Angstattacke leidet, steht Todesängste aus, fühlt sich seinem Ende nahe. Es kommt zu Atemnot, das Herz schlägt wie verrückt und stechende Schmerzen können einsetzen und jeden klaren Gedanken verhindern.

  • Meist dauert eine Panikattacke ca. 30 Minuten.
  • Nur in seltenen Fällen ist es länger.
  • Der Höhepunkt mit einem sehr intensiven Angstgefühl wird nach ca. 5 bis 10 Minuten erreicht.
  • Danach werden die Symptome selbst wie auch die Panik allmählich geringer.

Die Symptome können dabei auf körperlicher, seelischer sowie auf der Verhaltensebene auftreten. Schauen wir uns zunächst an, was physisch passiert:

  • Herzrasen, Herzklopfen / schneller unregelmäßiger Herzschlag
  • Zittern, Frösteln
  • Schweißausbrüche
  • Mundtrockenheit
  • Atemnot, Kurzatmigkeit oder Erstickungsgefühle
  • Enge- oder Beklemmungsgefühl in der Brust oder im Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Schmerzen in der Brust
  • Kribbeln der Haut, Taubheitsgefühle
  • Kribbeln an den Fingern, dem Mund oder den Lippen
  • Übelkeit oder Magen- oder Bauchschmerzen, Würgereiz

Auch auf der seelischen Ebene passiert so einiges:

 

  • Gefühl von Schwindel, Unsicherheit
  • Gefühl von Schwäche oder Benommenheit
  • Gefühl in Ohnmacht zu fallen
  • Gefühl, gleich einen Herzinfarkt zu bekommen
  • Gefühl, die Objekte sind unwirklich (Derealisation)
  • Gefühl, dass man selbst sehr weit entfernt oder gar nicht wirklich hier  ist (Depersonalisierung)
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Angst davor, verrückt zu werden, gleich auszuflippen
  • Angst zu sterben
  • Angst, in Ohnmacht zu fallen

Habe ich Panikattacken?

Auch auf der Verhaltensebene sind bestimmte Symptome im Zusammenhang mit den Panikattacken immer wieder zu beobachten. So wird der Betroffene alles tun, um aus dieser so belastenden Situation herauszukommen, ihr zu entfliehen. In extremen Fällen endet dies mit einem kompletten Rückzug und einer zunehmenden Isolation, mitunter werden die eigenen vier Wände gar nicht mehr verlassen.

All dies in der Hoffnung, dass die Panikattacken so vermieden werden können. Doch hilft dies nicht weiter – im Gegenteil, ein solches Verhalten ist der ideale Nährboden für noch mehr Angst – und die nächste Panikattacke ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.

 

Zum Schluss noch eine Bemerkung: Nicht alle Symptome müssen zeitgleich bei einem auftreten. Denn diese können von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt und individuell erlebt werden. Mindestens vier der oben genannten Anzeichen sollten es aber schon sein, um von einer Panikattacke sprechen zu können.

Wir raten Dir zudem, Dich zur Sicherheit gründlich medizinisch untersuchen zu lassen, um so eine mögliche organische Ursache ausschließen zu können. Dies gilt etwa für Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma, Epilepsie, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes mellitus. Auch auch Medikamentennebenwirkungen und Drogen- und Alkoholmissbrauch können zu solchen Symptomen führen – dies gilt es daher, zu klären.

 

Wie sieht eine gelungene Angst bewältigen Selbsthilfe aus?

Oben haben wir Dir ja schon ein paar wertvolle Tipps gegeben, wie Du Deine Angst bewältigen und letzten Endes überwinden kannst. Setze Dich zudem bitte nicht unter Druck! Etwa, die Angst innerhalb von nur wenigen Tagen in den Griff zu bekommen. Das würde nichts bringen. Schließlich hatte Deine Angst Dein ganzes Leben lang Zeit, sich entwickeln zu können. Und erst einmal muss das Bewusstsein verändert werden, erst einmal musst Du Dich selbst von innen heraus stärken!

Bis bestimmte innere Überzeugungen, die die Angst nährten, überwunden sind, dauert es seine Zeit. Bleibe daher am Ball und gib nicht auf, wenn es nicht so schnell geht, wie erhofft! Zumal es in dieser Hinsicht eben NICHT den schnellen, geradlinigen Weg gibt. Es kann immer mal wieder zu kleineren oder mittleren Rückschlägen kommen, bei jedem. Das ist normal. Und sollte Dich bitte nicht davon abhalten, weiter zu gehen!

Du tust es für DICH, für ein  neues, selbst bestimmtes und angstfreies Leben. Das darfst Du niemals vergessen.

Im Folgenden möchten wir Dir einige Tipps in Sachen Selbsthilfe mit auf den Weg geben. Vielleicht wird das eine besser funktionieren als das andere – das ist normal. Schließlich liegen die Umstände bei jedem etwas anders.

  • Hilfreich sind beispielsweise Entspannungsübungen.
  • Denn ein entspannter Körper und Geist kann keine Angst empfinden.
  • Daher lohnen sich Techniken wie Autogenes Training, Yoga, Meditation oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

Vielen hilft auch körperliche Betätigung. Wie etwa ein Spaziergang, Joggen oder Radfahren. An die frische Luft zu kommen, sich ein wenig auszupowern, das setzt Glücksgefühle frei – und auch die lassen der Angst dann umso weniger Chance.

Kreative Tätigkeiten tragen ebenfalls ihren Anteil daran, die Angst zu bewältigen. Wie etwa Musik machen, singen oder Gitarre spielen etwa. Oder zu schreiben, zu zeichnen – es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten!

Vielen hilft es zudem, ein Angsttagebuch zu führen. Hier können sie ihren Gedanken freien Lauf lassen, sich mit der Angst gezielt beschäftigen und festhalten, wovor sie eigentlich die Befürchtungen haben. Wie sie sich dabei fühlen. Beim Schreiben sieht man häufig klarer, vieles tritt zutage, was bislang nicht an die Oberfläche gelangt ist. Das hilft ebenfalls sehr dabei, die Angst letzten Endes zu bewältigen!

Zudem kann man sich kleine Ziele stecken. Wie etwa, sich bewusst und ganz gezielt in eine Situation zu begeben, die einem Angst macht. Wie etwa in ein belebtes Kaufhaus zu gehen, zu einer Party zu gehen, um sich dort mit anderen Leuten zu unterhalten. Gerne auch in Begleitung, so dass Du Dich sicherer fühlst! Du wirst merken, dass es vor allem die Angst in Deinem Kopf war, die diese Situation so schlimm und bedrohlich erscheinen ließ. Und das ist ebenfalls eine sehr wichtige Erkenntnis…