Hypnose bei Panikattacken

Du hast immer wieder Panikattacken? Und nun suchst Du nach der richtigen Behandlungsform für Dich? Hilft beispielsweise Hypnose bei Panikattacken? In unserem Beitrag erfährst Du mehr dazu!

Hypnose bei Angst und Panikattacken?

Viele Therapeuten setzen mittlerweile auf Hypnose, um den Angstpatienten zu behandeln. Dies mit gutem Grund: Denn der hypnotische Zustand entkrampft und entspannt den Patienten – in körperlicher wie in seelischer Hinsicht. Durch die Tiefenentspannung, die mit einer Umstellung des Nervensystems einhergeht, kann so der Heilungsprozess unterstützt werden.

  • So kann man mental mehr Freiraum gewinnen und seinen inneren Bezugsrahmen erweitern.
  • Gleichzeitig tun sich mehr Handlungsspielräume auf, man sieht mehr Möglichkeiten für sich.
  • Dies geht einher mit einer Stärkung des Selbstbewusstseins und der Autonomie, der Persönlichkeit allgemein.
  • Und nicht zuletzt können durch Hypnose Traumata aufgedeckt und anschließend bearbeitet werden.
Der Zustand der Hypnose selbst wird von dem Betroffenen als sehr entspannend empfunden. Dies geht einher mit einer Linderung der Angst, da der Zustand der ständigen Anspannung, des Dauerstress nun endlich – wenn auch nur vorübergehend – aufgehoben wird. Dies ist natürlich sehr erholsam!
Doch was ist eine Hypnose eigentlich? Sie wird beschrieben als ein „veränderter Bewusstseinszustand mit ausgeprägten Alpha-Phasen in der rechten Hemisphäre“. Man ist in einem wachen sowie geistig sehr aufmerksamen Zustand, „sieht“ Dinge, die in der Hektik des Alltags, im normalen Wachzustand nicht immer gesehen werden. Und dadurch kann man auf diese Weise sehr viele Erkenntnisse gewinnen.
    • Wichtig: Hypnose ist KEINE Therapie!
    • Sondern eine Methode.

Bei welcher Veränderungen mithilfe von spezifischen Techniken eintreten können, welche in einem Zustand der Trance passieren.

Panikattacken weg durch Hypnose?

Ja, dies kann passieren! Allerdings ist es auch hier nicht möglich, eine pauschale und generelle Aussage zu treffen. Schließlich bringt jeder nun mal ganz individuelle Charaktereigenschaften mit. Und jeder spricht daher unterschiedlich auf Therapie Maßnahmen an – also auch auf die Hypnose.

 

 

Während diese Methode bei dem einen also sofort anschlägt und gute Ergebnisse erzielt, dauert es bei dem Anderen vielleicht ein wenig. Mitunter ist auch ein wenig Skepsis mit dabei, es braucht eine Weile, bis man sich wirklich auf das Ganze einlassen kann. Nur wer wirklich innerlich dazu bereit ist, wird sich über gute Ergebnisse in kurzer Zeit freuen können – dies wollen wir an dieser Stelle noch mal ganz klar festhalten.

Doch was passiert bei einer Hypnose eigentlich körperlich? Schauen wir uns dies einmal genauer an:

  • Der Kopf sinkt, die Gesichtszüge entspannen sich.
  • Die Atmung wird tiefer und ruhiger.
  • Die Pulsfrequenz verändert sich.
  • Die Bewegungen werden allgemein langsamer.
  • Auch Durchblutung, Magentätigkeit, etc. werden langsamer.

Und was passiert in unserem Kopf beziehungsweise mental?

  • Die Reaktionsbereitschaft verlangsamt sich.
  • Der Geist wird „schläfrig“.
  • Wir sehen alles durch eine Art Nebel, scheinen uns in einer anderen Welt zu befinden.
  • Neuen Gedanken gegenüber sind wir aufgeschlossen, der innere Bezugsrahmen erweitert sich.
  • Wir sehen neue Möglichkeiten.
  • Längst vergessene Erinnerungen steigen in uns auf.
  • Die innere Aufmerksamkeit ist sehr klar.
  • Häufig sprechen wir anders, langsamer, leiser, mitunter auch in einem kindlichen Tonfall.
  • Wir können uns voll und ganz auf ein bestimmtes Thema konzentrieren.
  • Die Fähigkeit zur Visualisierung ist nun sehr stark ausgeprägt.

Was sind die wichtigsten Panikattacken Symptome?

Im Zuge einer Panikattacke können eine ganze Reihe an verschiedenen Symptomen auftreten, die sich wiederum auf unterschiedlichen Ebenen äußern. Insgesamt auf der körperlichen, der seelischen sowie im Verhaltensbereich.

Nicht immer müssen sämtliche Symptome zugleich auftreten – dies ist sogar eher die Ausnahme als die Regel. Doch sollten es schon mindestens vier der unten aufgeführten sein, um von einer Panikattacke, um von einer generalisierten Angststörung sprechen zu können. Zudem sollten diese über einen gewissen Zeitraum hinweg immer wieder auftauchen, in der Regel mindestens drei Monate.

Eine genaue Diagnose wird jedoch erst ein Facharzt oder ein Hausarzt stellen können! Auch deshalb ist es so wichtig, dass Du bei einem derartigen Verdacht Dich an den Arzt wendest und ihm Deine Lage schilderst. Zumal auf diese Weise mögliche organische Ursachen ausgeschlossen können – wie etwa der Verdacht auf einen drohenden Herzinfarkt oder Störungen im Rahmen der Schilddrüsenfunktion.

Doch zurück zu der Ausgangsfrage. Schauen wir uns zunächst mal die typischen Angststörung Symptome an, die auf der körperlichen Ebene stattfinden:

  • Atemnot
  • Schwindel
  • starkes Herzklopfen, Herzrasen
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Enge in der Brust
  • Kribbeln in den Fingern, im Brustbereich oder an anderen körperlichen Stellen
  • Gefühle von Taubheit an verschiedenen Körperstellen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern, starkes Frösteln
  • Hitzewallungen

Und wie sieht es auf der psychischen Ebene aus? Hier ist vor allem die Angst vor der Angst zu erwähnen. Damit ist die Angst vor der nächsten Panikattacke gemeint, die dazu führt, dass man sich zunehmend zurückzieht, bestimmte Orte und Situationen zu meiden, fast schon vor ihnen zu flüchten (das betrifft dann die sogenannte Verhaltensebene).

So kann die Angst jedoch immer mehr Macht über eine selbst gewinnen, das Leben beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es daher, sich dem zu stellen!

Doch das ist nicht das einzige, was auf der psychischen Ebene passiert. So kommt es häufig auch zu der Angst, dass man gerade einen Herzinfarkt erleidet. Nicht ganz zu Unrecht, denn manche Symptome ähneln sich schon sehr  beziehungsweise überschneiden sich. Der große Unterschied ist jedoch: Bei einem  Herzinfarkt dauern die Symptome deutlich länger an: ca. eine halbe Stunde. Bei einer Panikattacke erreichen die körperlichen Begleiterscheinungen schon nach wenigen Minuten ihren Höhepunkt, um dann weitere fünf bis zehn Minuten (in der Regel anzudauern, bis sie schließlich wieder abklingen.

Trotzdem ist die Todesangst, die Angst, dass man in ernster körperlicher Gefahr schwebt, vorhanden. Hier kann ein gründlicher medizinischer Check Abhilfe schaffen – dies dient der eigenen Beruhigung und auch der Gewissheit, dass keine Gefahr für Gesundheit und Leben besteht.

Noch weitere Ängste können im Rahmen einer Panikattacke auftreten. So etwa die Angst, dass gleich etwas Schlimmes passieren wird. Auch im Alltag, wenn gerade kein Anfall erlebt wird, ist eine gewisse „Grundangst“ zu spüren – etwa eine (übertriebene) Sorge um das eigene Wohlergehen oder um jenes der nahe stehenden Personen – auch, wenn dazu eigentlich überhaupt kein Anlass besteht. Doch ist diese Angst da und sie ist für den Betroffenen sehr belastend. Schnell führt dies dazu, dass man sich schlimmste Szenarien ausmalt, sich immer weiter hinein steigert. Vor allem, wenn man ganz alleine ist…