Angstattacke

Du willst mehr zum Thema Angstattacke erfahren? Wie äußert sie sich, was sind die typischen Anzeichen? Und woher kommt sie eigentlich? In unserem Beitrag widmen wir uns all diesen Fragen!

Welche Angstattacke Symptome solltest Du kennen?

Eine Angstattacke kann sich auf verschiedene Art und Weise äußern: sowohl auf der körperlichen und der psychischen Ebene, als auch im Verhaltensbereich. Wichtig wäre zudem zu wissen, dass nicht alle Symptome bei einer Angstattacke auftreten müssen – dies ist sogar eine große Ausnahme. Vielmehr haben die Erfahrungen gezeigt, dass man zu bestimmten Symptomen immer wieder tendiert. Allerdings solltest Du schon mindestens vier der unten genannten Beispiele wiedererkennen! Und die Angstattacken sollten über einen Zeitraum von mindestens einigen Wochen immer wiederkehren.

Doch hier nun die Übersicht über die wichtigsten und am häufigsten auftretenden Angstattacke Symptome:

  • Atemnot
  • Erstickungsgefühle
  • Kloß im Hals
  • Herzrasen, starkes Herzklopfen
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • vermehrter Harndrang
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Schwindel
  • Ohnmacht
  • Enge in der Brust
  • Kribbeln in den Fingern, an anderen Körperstellen
  • Taubheit in den Fingern, an anderen Körperstellen
  • Kälteschauer
  • Schweißausbrüche
  • Zittern, Frösteln
  • Hitzewallungen
  • etc.

Auf der psychischen Ebene kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Gefühl, dass alles gar nicht wirklich ist (De Realisation)
  • Gefühl, dass all dies eigentlich jemand anderem passiert ( De Personalisation)
  • Angst, zu sterben
  • Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden
  • Angst, sich vor den Anderen zu blamieren
  • Angst, in Ohnmacht zu fallen
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren

Besonders diese Gefühle und Empfindungen sind es, die die Angstattacken so schlimm, so belastend erscheinen lassen! Man steht wahre Todesängste aus, auch, wenn die körperlichen Symptome an sich für einen völlig ungefährlich sind und trotz ihrer Heftigkeit, trotz ihres Ausmaßes keine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Und doch sind diese Ängste da und werden zu einem ständigen Begleiter. Die sogenannte Angst vor der Angst, die Angst vor der nächsten Panikattacke, entsteht – und schränkt einen immer weiter ein.

 

Damit wären wir bei der dritten Ebene, dem Verhaltensbereich angelangt. Man tut alles, um eine solche Situation nicht mehr erleben zu müssen. Flieht regelrecht vom Ort des Geschehens, aus der Situation. Und wird sie in Zukunft tunlichst vermeiden… Doch ist dies leider keine Garantie dafür, dass die Panikattacken verschwinden – im Gegenteil. Nun „suchen“ sie sich eben eine andere Situation, einen anderen Ort aus…

 

Dies geht natürlich erheblich zulasten der eigenen Bewegungsfreiheit. Man fährt beispielsweise nicht mehr mit dem Bus oder mit der Bahn, geht nicht mehr  ins Kino oder ins Kaufhaus. Zieht sich in schweren Fällen sogar zunehmend von seiner Umgebung zurück, ohne dass die Umstehenden genau wissen, was eigentlich los ist. Doch auch aus Scham und Angst vor Unverständnis wagt man es nicht, von seinen Ängsten und der Situation zu erzählen.

Manch einer zieht sich nun vollkommen in die eigenen vier Wände zurück – da, wo es vermeintlich sicher ist. Und doch verfolgen einen die Angstattacken bis hierhin, leider. Dies verstärkt nur noch das Gefühl, dass man ihnen gänzlich ausgeliefert ist. Eine Situation, die sehr viel von einem abverlangt – besonders, wenn sich die Angstattacke und die Panikstörung ungehindert weiter ausbreiten können, wenn nichts gegen sie unternommen wird!