Angstattacke Symptome

Du willst in Erfahrung bringen, wie sich die Angstattacke eigentlich äußert? Welche Symptome solltest Du in diesem Zusammenhang kennen? Und wie genau ist die Angstattacke in Verbindung mit der Panikstörung eigentlich definiert? Alle wichtigen Antworten zu diesem Thema gibt es hier!

Wie äußern sich Angstattacken?

Angstattacken treten in der Regel im Rahmen einer Panikstörung auf. Diese ist laut ICD durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

„Panikstörung: Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.“

 

Es kommt also immer wieder zu schweren Angstanfällen, die ca. 30 min lang andauern können. Der Höhepunkt ist dabei nach fünf Minuten erreicht, die Symptome treten dann für fünf bis zehn Minuten sehr stark auf, ehe sie wieder abklingen.

Die Symptome selbst lassen sich in drei Kategorien einordnen: die körperliche, die psychische und die Verhaltensebene.

Hier eine Übersicht über die Symptome, die mit am häufigsten im Rahmen einer Angstattacke auftreten:

  • Atemnot
  • das Gefühl, zu ersticken, keine Luft mehr zu bekommen
  • Herzrasen, starkes Herzklopfen
  • Enge in der Brust
  • Kloß im Hals
  • Magenschmerzen
  • Verstopfung
  • vermehrter Harndrang
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Ohnmacht
  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Kälteschauer
  • Zittern, Frösteln
  • Schweißausbrüche
  • Kribbeln in den Fingern oder an weiteren Körperstellen
  • Taubheit in den Fingern oder an weiteren Körperstellen
  • etc.

Auf der psychischen Ebene kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Angst zu sterben
  • Angst, wahnsinnig zu werden, die Kontrolle zu verlieren
  • Angst, einen Herzinfarkt zu bekommen
  • Angst, in Ohnmacht zu fallen
  • Angst, sich vor seiner Umgebung zu blamieren
  • Gefühl, dass alles sehr weit weg geschieht
  • Gefühl, dass all dies gar nicht wirklich ist
  • Gefühl, dass all dies jemand Anderem passiert
  • Gefühl, dass gleich etwas sehr Schlimmes passieren wird

Erst durch die psychischen Symptome erscheint eine Angstattacke so gefürchtet. Denn an sich sind die körperlichen Begleiterscheinungen für uns und unseren Körper, für die Gesundheit, völlig ungefährlich. Doch erst durch die (Todes)Ängste empfinden wir sie als so bedrohlich!

(An dieser Stelle möchten wir Dir dazu raten, Dich trotzdem von einem Arzt gründlich medizinisch untersuchen zu lassen, um auch jede organische Ursache ausschließen zu können. Dies dient auch Deiner eigenen Beruhigung. Kannst Du doch so Deiner Angst die Gewissheit entgegensetzen, dass Du völlig gesund bist – zumindest in körperlicher Hinsicht.)

Es entsteht eine regelrechte Angst vor der Angst, Angst vor der nächsten Angstattacke. Und um dieser zu entgehen, setzt man auf Flucht und Vermeidung: Verlässt plötzlich und überstürzt den Ort, wo die Panikattacke aufgetreten ist und tut alles, um diesen fortan auch nicht mehr betreten zu müssen. All dies in der Hoffnung, dass es damit auch mit der Angstattacke vorbei ist – doch diese Hoffnung ist leider vergebens.