Angst vor Menschen

Du bist sehr, sehr schüchtern? Und zwar so sehr, dass Du im Umgang mit anderen Personen äußerst gehemmt bist? Dass sogar eine regelrechte Angst vor Menschen vorliegt? Doch wie kannst Du diese überwinden? Mit dem folgenden Beitrag wollen wir Dir helfen!

Was zeichnet die Angst vor Menschen Phobie aus?

Das Hauptmerkmal der Angst vor Menschen, auch soziale Phobie genannt, liegt darin, dass man sich anderen Personen gegenüber unterlegen und minderwertig fühlt. Man hat das Gefühl, dass andere hinter dem Rücken schlecht über einen reden, einen sogar förmlich auslachen. Dass man ihnen nicht gewachsen ist, in keinerlei Hinsicht.

So ist man gehemmt, gerät vielleicht ins Stottern, läuft rot an, bekommt kaum noch einen Ton mehr heraus. Auch Panikattacken sind in diesem Zusammenhang keine Seltenheit. Dann kommen Symptome wie Atemnot, Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern oder Frösteln, Übelkeit, Bauchschmerzen, das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, mit hinzu.

Auch größeren Menschenansammlungen bereiten einem puren Stress. So etwa auf einem belebten Marktplatz, im Kino, auf dem Volksfest. Auch dann kommt es häufig zu panischen Attacken bzw. vorab.

 

All dies ist natürlich sehr belastend und unangenehm. Und so tut man alles dafür, um nicht in solch eine Situation geraten zu müssen. Man flieht regelrecht davor bzw. aus dieser Situation, verlässt den Ort des Geschehens fluchtartig, um diesen dann auch nicht mehr aufzusuchen.

Durch diese Strategie von Flucht und Vermeidung wächst die Angst jedoch nur noch. Und so endet dies im extremen Fall mit einem zunehmenden Rückzug von der Umgebung – bis man die eigenen vier Wände überhaupt nicht mehr verlässt.

Was gegen die Angst vor Ablehnung tun?

Dass jeder von uns geliebt und anerkannt, respektiert und akzeptiert werden möchte, ist völlig normal. Doch bei manchen hat sich eine regelrechte Angst vor der Ablehnung entwickelt, die häufig mit der Angst vor Menschen einhergeht. Beide bedingen sich häufig gegenseitig.

  • Und so tut man alles dafür, um von anderen geliebt und respektiert zu werden.
  • Traut sich kaum noch, Widerworte zu geben.
  • Gibt nach, auch wenn es eigentlich nicht gut für einen ist.
  • Übernimmt verschiedene (ungeliebte) Aufgaben, um Bonuspunkte bei den Anderen zu sammeln.

Doch führt dieses liebe und nette, fast schon aufopferungsvolle Verhalten nur selten zum gewünschten Ergebnis. Vielmehr besteht die Gefahr, dass die Gutmütigkeit ausgenutzt wird! Dass man sich selbst gewissermaßen verausgabt.

Umso wichtiger wäre es daher jetzt, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und anzuerkennen. Das eigene Selbstvertrauen zu stärken. Und sich in Erinnerung zu rufen, dass man sehr wohl einiges vorzuweisen hat.

Natürlich ist dies ein Prozess, der auch nicht von heute auf morgen beendet ist. Häufig hilft eine Therapie, den Ursachen für die Angst vor Ablehnung und vor den Menschen auf den Grund zu gehen. Und gemeinsam mit dem Therapeuten geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die einem dabei helfen, zu mehr Selbstakzeptanz zu gelangen.

Denn man hat reichlich wunderbare Fähigkeiten, Talente und Stärken! Und ist den anderen Personen um einen herum in jedem Fall ebenbürtig. Dies gilt es, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen – so lange, bis es wirklich verinnerlicht ist, bis man es glauben kann.