Agoraphobie mit Panikstörung?

Bei Dir besteht eine Agoraphobie mit Panikstörung? Und Du weißt einfach nicht, woher diese kommt? Was deren Kriterien sind? Und was es sonst noch alles dazu zu wissen gibt? In unserem Beitrag gehen wir den verschiedenen Fragen zu diesem Thema nach!

Was sind die Agoraphobie mit Panikstörung ICD 10 Kriterien?

Immer wieder stellt man uns die Frage, was diese Erkrankung eigentlich auszeichnet. Daher wollen wir an dieser Stelle die ICD Kriterien zitieren:

„Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen Situationen meiden können.“

Zudem kann es, wie bereits erwähnt, zu einer Panikstörung kommen, in mehr oder weniger stark ausgeprägter Form. Die Panikattacken treten in einem solchen Fall immer häufiger auf, werden als sehr belastend empfunden. Die Folge: Man vermeidet immer mehr Plätze und Situationen, um sich dem Ganzen nicht mehr aussetzen zu müssen – doch bleibt die Angst auch weiterhin im Leben.

Woher aber kommt die Agoraphobie mit Panikstörung, was sind deren mögliche Ursachen? Gründe gibt es in dieser Hinsicht viele, mitunter spielen auch mehrere Faktoren zusammen. Auslöser kann beispielsweise ein unschönes Erlebnis in den öffentlichen Verkehrsmitteln, im Kino oder im Kaufhaus sein. Auch ein generelles Misstrauen gegenüber sich selbst, der eigenen Stärke und den Fähigkeiten sowie seiner Umgebung gegenüber lässt sich häufig feststellen. Hinzu kommen weitere belastende Erfahrungen  wie etwa eine schwere Krankheit, ein Unfall, eine Trennung oder der Verlust des Jobs mit der damit einhergehenden wirtschaftlichen Unsicherheit.

Agoraphobie mit Panikstörung: Rente beantragen?

Wer unter der Agoraphobie mit Panikstörung leidet, dem fällt es zunehmend schwerer, das normale, geregelte Leben, den Alltag aufrecht zu erhalten. Auch weiterhin ins Büro zu gehen, ohne Beeinträchtigungen dem Job und dessen Tätigkeiten nachzugehen.

 

 

Mitunter erscheint dies ganz und gar unmöglich. Die Konzentration lässt nach, man kann sich kaum noch wirklich mit der Sache auseinandersetzen. Dies zieht natürlich einen Leistungseinbruch nach sich. Die Angst ist längst mit im Raum, beeinflusst alles, was man tut – und das nicht auf die positive Art und Weise.

  • Daher stellt sich für viele die Frage, ob sie sich um einen früheren Renteneintritt bemühen sollten.
  • Oder ob eine Krankschreibung besser ist.

Wir raten generell zu Letzterem. Denn bei einer Frühverrentung ist die Gefahr, dass man sich noch mehr isoliert, noch mehr von der Umgebung zurückzieht. So kann die Angst noch mehr Raum gewinnen und zu einer mehr oder weniger vollständigen Isolation führen. Besonders, wenn die Rente eigentlich noch in weiter Ferne liegt.

Die Erfahrungen haben nämlich gezeigt, dass es meist besser ist, einen gewissen Rahmen aufrecht zu erhalten, das soziale Umfeld auch weiterhin bestehen zu lassen. Daher ist eine Krankschreibung mit der Option auf eine Rückkehr nach einer gewissen Zeit meist die bessere Lösung.